14. Juni 2020 1.So.n. Trinitatis

eine Anleitung für einen Gottesdienst

für dich und deine Familie zum 1. Sonntag nach Trinitatis 14. Juni 2020
14. Juni 2020 1.So.n. Trinitatis

Zu Beginn kommen wir zur Ruhe. Hören wir auf die Kirchenglocken. Der vertraute Klang lädt uns zum Gebet ein.

Glockenläuten Erlöserkirche Schwandorf

 

Wir entzünden eine Kerze, denn wir wissen: Auch hier und heute sind wir eingeladen und getragen von Gott dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist.


 

Wir lesen in der Bibel, gerne auch vers- bzw. satzweise reihum. Das Evangelium für diesen Sonntag findet sich bei Lukas, Kapitel 16.

19 Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und kostbares Leinen und lebte alle Tage herrlich und in Freuden.
20 Ein Armer aber mit Namen Lazarus lag vor seiner Tür, der war voll von Geschwüren
21 und begehrte sich zu sättigen von dem, was von des Reichen Tisch fiel, doch kamen die Hunde und leckten an seinen Geschwüren.
22 Es begab sich aber, dass der Arme starb, und er wurde von den Engeln getragen in Abrahams Schoß. Der Reiche aber starb auch und wurde begraben.
23 Als er nun in der Hölle war, hob er seine Augen auf in seiner Qual und sah Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß.
24 Und er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich meiner und sende Lazarus, damit er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und kühle meine Zunge; denn ich leide Pein in dieser Flamme.
25 Abraham aber sprach: Gedenke, Kind, dass du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben, Lazarus dagegen hat Böses empfangen; nun wird er hier getröstet, du aber leidest Pein.
26 Und in all dem besteht zwischen uns und euch eine große Kluft, dass niemand, der von hier zu euch hinüberwill, dorthin kommen kann und auch niemand von dort zu uns herüber.
27 Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, dass du ihn sendest in meines Vaters Haus;
28 denn ich habe noch fünf Brüder, die soll er warnen, damit sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual.
29 Abraham aber sprach: Sie haben Mose und die Propheten; die sollen sie hören.
30 Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn einer von den Toten zu ihnen ginge, so würden sie Buße tun.
31 Er sprach zu ihm: Hören sie Mose und die Propheten nicht, so werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn jemand von den Toten auferstünde.

 

Gerne können wir nun das Glaubensbekenntnis sprechen. Es verbindet uns – wie wir immer sagen – mit Christen aller Zeiten, aller Länder und aller Konfessionen.


 

Wir laden ein zuzuhören: eine kurze Andacht von Diakon Jürgen Weich mit Gedanken zu diesem Sonntag.


 

In einem Moment der Stille oder gern auch laut ausgesprochen beten wir für die, die uns wichtig und wertvoll sind.


 

Wir beten das Vaterunser, auch dieses verbindet uns über alle aktuell nötigen Entfernungen hinweg, miteinander und mit Gott.


 

Wir stellen uns unter Gottes Segen, das dürfen und das können wir auch ohne Pfarrer oder Diakon! Feiern wir gemeinsam, dann sprechen wir uns mit Namen an und sagen: „Gott segne dich, (Name)“. Feiern wir allein, dann dürfen wir uns selbst umarmen und uns selbst zusprechen: „Gott segne mich.“

Amen! Und – ja, ganz sicher: So wird es sein!

Gott behüte uns alle, bis wir, so Gott will, bald wieder gemeinsam feiern können!


 

Mit dem Wochenlied "von Gott will ich nicht lassen" (EG365) laden wir Sie am Ende dieses Gottesdienstes zum Singen ein, zusammen mit Florian Sorgenfrei an der Orgel

  1. Von Gott will ich nicht lassen, denn er lässt nicht von mir,
    führt mich durch alle Straßen, da ich sonst irrte sehr.
    Er reicht mir seine Hand; den Abend und den Morgen
    tut er mich wohl versorgen, wo ich auch sei im Land.
     
  2. Wenn sich der Menschen Hulde und Wohltat all verkehrt,
    so find’t sich Gott gar balde, sein Macht und Gnad bewährt.
    Er hilft aus aller Not, errett’ von Sünd und Schanden,
    von Ketten und von Banden, und wenn’s auch wär der Tod.
     
  3. Auf ihn will ich vertrauen in meiner schweren Zeit;
    es kann mich nicht gereuen, er wendet alles Leid.
    Ihm sei es heimgestellt; mein Leib, mein Seel, mein Leben
    sei Gott dem Herrn ergeben; er schaff’s, wie’s ihm gefällt!
     
  4. Es tut ihm nichts gefallen, denn was mir nützlich ist.
    Er meint’s gut mit uns allen, schenkt uns den Herren Christ,
    sein’ eingebornen Sohn; durch ihn er uns bescheret,
    was Leib und Seel ernähret. Lobt Gott im Himmelsthron!

Text: Ludwig Helmbold 1563, Nürnberg 1569
Melodie: Lyon 1557; geistlich Erfurt 1563