17. Mai 2020 Rogate

eine Anleitung für einen Gottesdienst

für dich und deine Familie zum Sonntag Rogate 17. Mai 2020
17. Mai 2020 Rogate

Zu Beginn kommen wir zur Ruhe. Hören wir auf die Kirchenglocken. Der vertraute Klang lädt uns zum Gebet ein.

Glockenläuten Erlöserkirche Schwandorf

 

Wir entzünden eine Kerze, denn wir wissen: Auch hier und heute sind wir eingeladen und getragen von Gott dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist.


 

Wir lesen in der Bibel, gerne auch vers- bzw. satzweise reihum. Das Evangelium für diesen Sonntag findet sich bei Lukas, Kapitel 11.

5 Und er sprach zu ihnen: Wer unter euch hat einen Freund und ginge zu ihm um Mitternacht und spräche zu ihm: Lieber Freund, leih mir drei Brote;
6 denn mein Freund ist zu mir gekommen auf der Reise, und ich habe nichts, was ich ihm vorsetzen kann,
7 und der drinnen würde antworten und sprechen: Mach mir keine Unruhe! Die Tür ist schon zugeschlossen und meine Kinder und ich liegen schon zu Bett; ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben.
8 Ich sage euch: Und wenn er schon nicht aufsteht und ihm etwas gibt, weil er sein Freund ist, so wird er doch wegen seines unverschämten Drängens aufstehen und ihm geben, so viel er bedarf.
9 Und ich sage euch auch: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.
10 Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.
11 Wo bittet unter euch ein Sohn den Vater um einen Fisch, und der gibt ihm statt des Fisches eine Schlange?
12 Oder gibt ihm, wenn er um ein Ei bittet, einen Skorpion?
13 Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!

 

Gerne können wir nun das Glaubensbekenntnis sprechen. Es verbindet uns – wie wir immer sagen – mit Christen aller Zeiten, aller Länder und aller Konfessionen.


 

Wir laden ein zuzuhören: eine kurze Andacht von Pfarrer Arne Langbein mit Gedanken zum Sonntag und dem Wochenspruch aus Psalm 68, Vers 20.

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet.

 

In einem Moment der Stille oder gern auch laut ausgesprochen beten wir für die, die uns wichtig und wertvoll sind.

Eigentlich wollten wir in diesen Wochen unsere festlichen Konfirmationsgottesdienste feiern. Diese mussten wir leider auf unbestimmte Zeit verschieben. Es wäre schön, wenn wir trotzdem an unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden denken und sie in unser Gebet mit einschließen.


 

Wir beten das Vaterunser, auch dieses verbindet uns über alle aktuell nötigen Entfernungen hinweg, miteinander und mit Gott.


 

Wir stellen uns unter Gottes Segen, das dürfen und das können wir auch ohne Pfarrer oder Diakon! Feiern wir gemeinsam, dann sprechen wir uns mit Namen an und sagen: „Gott segne dich, (Name)“. Feiern wir allein, dann dürfen wir uns selbst umarmen und uns selbst zusprechen: „Gott segne mich.“

Amen! Und – ja, ganz sicher: So wird es sein!

Gott behüte uns alle, bis wir, so Gott will, bald wieder gemeinsam feiern können!


 

Am Ende dieses Gottesdienstes laden wir Sie wieder ein zum Singen mit Florian Sorgenfrei an der Orgel. Für diesen Gottesdienst hat er das Lied "Wunderbarer König" EG 327 aufgenommen und arrangiert. Nach einem kurzen Vorspiel singen wir alle vier Strophen.

  1. Wunderbarer König, Herrscher von uns allen, lass dir unser Lob gefallen.
    Deine Vatergüte hast du lassen fließen, ob wir schon dich oft verließen.
    Hilf uns noch, stärk uns doch;
    lass die Zunge singen, lass die Stimme klingen.
     
  2. Himmel, lobe prächtig deines Schöpfers Taten mehr als aller Menschen Staaten.
    Großes Licht der Sonne, schieße deine Strahlen, die das große Rund bemalen.
    Lobet gern, Mond und Stern,
    seid bereit, zu ehren einen solchen Herren.
     
  3. O du meine Seele, singe fröhlich, singe, singe deine Glaubenslieder;
    was den Odem holet, jauchze, preise, klinge; wirf dich in den Staub darnieder.
    Er ist Gott Zebaoth,
    er nur ist zu loben hier und ewig droben.
     
  4. Halleluja bringe, wer den Herren kennet, wer den Herren Jesus liebet;
    Halleluja singe, welcher Christus nennet, sich von Herzen ihm ergibet.
    O wohl dir! Glaube mir:
    endlich wirst du droben ohne Sünd ihn loben.

Text und Melodie: Joachim Neander 1680
EG327