5. April 2020 Palmsonntag

eine Anleitung für einen Gottesdienst

für dich und deine Familie zum Palmsonntag, 5. April 2020
5. April 2020 Palmsonntag

Zu Beginn kommen wir zur Ruhe. Hören wir auf die Kirchenglocken, die auch in dieser Zeit zum Gebet einladen.

Glockenläuten Erlöserkirche Schwandorf

 

Wir entzünden eine Kerze, denn wir wissen: Auch hier und heute sind wir eingeladen und getragen von Gott dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist.


 

Wir lesen in der Bibel, gerne auch vers- bzw. satzweise reihum. Das Evangelium für diesen Sonntag findet sich im Evangelium nach Johannes, Kapitel 12

12 Als am nächsten Tag die große Menge, die aufs Fest gekommen war, hörte, dass Jesus nach Jerusalem kommen werde,
13 nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus ihm entgegen und schrien: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn, der König von Israel!
14 Jesus aber fand einen jungen Esel und setzte sich darauf, wie geschrieben steht:
15 »Fürchte dich nicht, du Tochter Zion! Siehe, dein König kommt und reitet auf einem Eselsfüllen.«
16 Das verstanden seine Jünger zuerst nicht; doch als Jesus verherrlicht war, da dachten sie daran, dass dies von ihm geschrieben stand und man so an ihm getan hatte.
17 Die Menge aber, die bei ihm war, als er Lazarus aus dem Grabe rief und von den Toten auferweckte, bezeugte die Tat.
18 Darum ging ihm auch die Menge entgegen, weil sie hörte, er habe dieses Zeichen getan.
19 Die Pharisäer aber sprachen untereinander: Ihr seht, dass ihr nichts ausrichtet; siehe, alle Welt läuft ihm nach.


 

Gerne können wir nun das Glaubensbekenntnis sprechen. Es verbindet uns – wie wir immer sagen – mit Christen aller Zeiten, aller Länder und aller Konfessionen.


 

Wir laden ein zuzuhören: eine kurze Andacht von Pfarrer Arne Langbein mit Gedanken zu diesem Sonntag.


 

In einem Moment der Stille oder gern auch laut ausgesprochen beten wir für die, die uns wichtig und wertvoll sind. Konfirmandinnen und Konfirmanden aus unserer Gemeinde haben ihre Anliegen als Gebete formuliert – ihnen können wir uns anschließen.


 

Wir beten das Vaterunser, auch dieses verbindet uns über alle aktuell nötigen Entfernungen hinweg, miteinander und mit Gott.


 

Wir stellen uns unter Gottes Segen, das dürfen und das können wir auch ohne Pfarrer oder Diakon! Feiern wir gemeinsam, dann sprechen wir uns mit Namen an und zu „Gott segne dich, (Name)“. Feiern wir allein, dann dürfen wir uns selbst umarmen und uns selbst zusprechen: „Gott segne mich.“

Amen! Und – ja, ganz sicher: So wird es sein!

Gott behüte uns alle, bis wir so Gott will bald wieder gemeinsam feiern können!


 

Wir laden Sie ein zum Singen! Herzlichen Dank an Florian Sorgenfrei an der Orgel, der dieses Stück extra für diesen Gottesdienst eingespielt hat. Nach dem Vorspiel singen wir die ersten vier Strophen des Wochenliedes "Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken" EG91

  1. Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken,
    mich in das Meer der Liebe zu versenken,
    die dich bewog, von aller Schuld des Bösen
    uns zu erlösen.
     
  2. Vereint mit Gott, ein Mensch gleich uns auf Erden
    und bis zum Tod am Kreuz gehorsam werden,
    an unsrer Statt gemartert und zerschlagen,
    die Sünde tragen:
     
  3. welch wundervoll hochheiliges Geschäfte!
    Sinn ich ihm nach, so zagen meine Kräfte,
    mein Herz erbebt; ich seh und ich empfinde
    den Fluch der Sünde.
     
  4. Gott ist gerecht, ein Rächer alles Bösen;
    Gott ist die Lieb und lässt die Welt erlösen.
    Dies kann mein Geist mit Schrecken und Entzücken
    am Kreuz erblicken.

Text: Christian Fürchtegott Gellert 1757
Melodie: Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen (Nr. 81)