Gute Laune trotz Corona

Bratwurstsemmeln für die Senioren
Bildrechte: Annette Hirche

"Wie könnte ein Corona-gerechtes Treffen unseres Seniorenkreises in unserer Kirchengemeinde aussehen?"

Diese Frage bewegte die Verantwortlichen aus dem Leitungsteam des Seniorenkreises, der größten Gruppe innerhalb unserer Kirchengemeinde um Diakon Jürgen Weich. Allen Beteiligten war klar, dass nur unter einem Höchstmaß an Hygiene und Sicherheit eine verantwortbare Zusammenkunft überhaupt möglich sein würde. „Das wird in jedem Fall ganz anders sein, als wir das bisher gewohnt waren.“ stellte Weich klar. Dennoch fand das Team großen Zuspruch für das Anliegen, wieder ein „echtes“ Treffen anzubieten.

Die letzte derartige Veranstaltung Anfang März liegt schon ein halbes Jahr zurück. Die Briefe, die die Mitarbeitenden im letzten halben Jahr an die Mitglieder und auch andere verschickten, wurden dankbar angenommen, waren aber kein vollwertiger Ersatz für ein leibhaftiges Zusammenkommen. Zunächst entstand ein Hygienekonzept, das wegen der Zielgruppe und ihrer besonderen Gefährdung im Kirchenvorstand leidenschaftlich diskutiert wurde. Schließlich erhielt Diakon Weich aber "grünes Licht". Dazu musste die Zahl der Teilnehmer entsprechend der Größe der zur Verfügung stehenden Räume auf 35 begrenzt werden, um die Abstandsregeln einzuhalten. Die Dauer des Treffens wurde um die Hälfte gekürzt. Und auch die heiß geliebte Kaffeerunde musste entfallen. Dafür überraschte das Team seine Senioren aber mit frischen Bratwurstsemmeln. Auch wenn Abstand und Masken den Austausch natürlich behinderten: Die Senioren genossen sichtlich das Wiedersehen. Immer wieder war Dank und Freude zu hören, weil in den vergangenen Monaten die Kontakte doch oft schmerzlich eingeschränkt waren. Der auch sonst gewohnte Rahmen aus Andacht und der abschließenden "Minute der Besinnung" sorgte für ein wohltuendes Stück Normalität. Und beim abschließenden – diesmal kontaktlosen - Lied "Diese Stunde geht zu Ende" waren sich alle einig: „Fast wie früher!“.