Passionskonzert

Karfreitag 2020

 

Tiefgehende Texte und berührende Musik. Wie in jedem Jahr wollen wir auch 2020 diesen besonderen Tag bedenken. Das Konzept ist bewährt, die Umsetzung in diesem besonderen Jahr neu. Von ganzem Herzen danken wir allen Mitwirkenden, der Technik, den Textern, den Stimmen und den Musikerinnen und Musikern.

10.04.2020 Karfreitag

Worte zum Leben

 

 

 

 

Ich bin das Brot des Lebens, Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten. (Joh.6,35)

Brot in Hülle und Fülle! Soviel Vorrat – die Keller und Kühlschränke sind voll! Aber werden die Hungrigen wirklich satt? So viele bitten um Einlass in unsere gesättigten Festungen. Jesus sagt: Und dann wollt ihr die „Brotkönige“ schnell auf euere Marktplätze stellen! Aber erst wenn ihr begreift, dass alles, aber wirklich alles von Gott kommt … jede Pflanze und jeder Schluck Wasser … wisst ihr, wer „das Brot des Lebens“ ist.
(Gerhard Gohlke)

 

Wer nur den lieben Gott läßt walten EG369
(Inge und Willi Stöhr)


 

 

Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben (Joh 8,12)

Nachfolgen ist gar nicht so einfach, wenn ich möglichst in meiner Wohnung bleiben soll…und doch; ich entdecke, dass ich bei aller Sorge und aller Ungewissheit, bei aller Dunkelheit und Angst in mir und um mich herum, ein Licht sehen darf. Ich kann meine eigenen kurzen Wege Gott, wie man früher sagte, „anbefehlen“. Meine Schritte behutsam gehen im Vertrauen, dass das finstere Tal keine Sackgasse ist.
(Arne Langbein)

 

Herzliebster Jesu BWV1093
(Lissi und Jörg Eikemeier)


 

 

Ich bin die Tür. (Joh. 7,9 )

Wir haben so viele Türen! Doch die meisten bleiben geschlossen … Wir sichern sie doppelt und dreifach, sogar mit Alarm und Kamera, es könnten ja Diebe und Räuber kommen. Offene Türen für die „Schafe auf der Lebensweide“ … eine Einladung an alle Menschen, die das Leben und die Freiheit lieben und sich nicht abschließen wollen? Aber du, Jesus, du bist die Tür durch die wir Gemeinschaft haben. Wir wollen uns einladen lassen und auf deiner Weide alles finden was zum Leben gehört.
(Gerhard Gohlke)

 

Gabriel Fauré - Romances sans paroles No. 3, Op. 17
(Florian Sorgenfrei)


 

 

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun (Joh 15,5)

Einspruch! Ich kann sehr viel tun, ohne ihn, diesen Jesus da. Ich kann ganz ungeheuer viel tun, um mir mein Leben selber sinnvoll zurecht zu machen. Aber ob das dann tatsächlich immer auch Früchte bringt? Wenn ich mich mit ihm verbunden weiß, mache ich vielleicht immer noch nicht Alles richtig, gewiss sogar weiterhin vieles falsch; so will ich ihn bitten, in mir zu bleiben und mir zu helfen bei meinem Tun und Lassen. Womöglich kommen dann Früchte der Liebe zum Vorschein.
(Arne Langbein)

 

Korn das in die Erde EG98
(Arne Langbein)


 

 

Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. (Joh. 14,6) 

Wir haben so viele Wege auf der Erde … wir können sie gar nicht alle gehen in unserer Lebenszeit. Was ist ein erfülltes Leben? Jesus sagt: Der Weg, der zum „Vater des Lebens“ im Himmel und auf der Erde führt, den könnt ihr nicht alleine gehen. Der ist zu schwer und zu steinig und führt in die „Wüsten des Todes“. Ich weiß wo der „Vater des Lebens“ ist, denn ich komme von ihm und gehe wieder zu ihm. Damit ihr alle das Leben habt, heute und morgen und allezeit.
(Gerhard Gohlke)

 

Gabriel Fauré - Après un rêve, Op. 17, No. 1
(Dagmar Merkl und Florian Sorgenfrei)


 

 

Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich mein Vater kennt; und ich kenne den Vater (Joh 10,14)

Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe; ich darf dies getrost bildlich verstehen und mit der Liebe in Einklang bringen, so wie Paulus sie versteht: „Die Liebe…sucht nicht das Ihre.“ (1. Korinther 13,5). Ich darf selber zum Hirten werden und mich um die Meinen kümmern. Ich kann darüber nachdenken in dieser Zeit, wer denn diese Meinen sind, über die hinaus, die ich schon lieben gelernt habe; mich hier und da, vielleicht unverhofft, einmal melden. In der Gewissheit, dass dieser Hirte uns alle kennt und nicht alleine lässt.
(Arne Langbein)

 

Bleib bei uns
(Heavenbound und Gäste)


 

 

Amen!